Vorwort

Liebe Musikfreundinnen, liebe Musikfreunde,

„Musik verbindet“

 „Musik, Musik, Musik – einen ganzen Sommer“, dieses kulturelle Highlight unserer Partnerstadt Valognes inspirierte Elke Becker so sehr, dass sie die Kulturinitiative „Stolberger Musiksommer“ vor 25 Jahren für Stolberg mit ins Leben rief. Der Beginn der Gründung und Planung der ersten Konzertreihe begann im Spätsommer 1993. Die erste Veranstaltungsreihe des „Stolberger Musiksommers“ konnte am 31.8.1994 im Kulturzentrum Frankental mit dem Eröffnungskonzert der „Musikalischen Gesellschaft Breinig“ unter der Leitung von Dieter Beißel starten.

Zu den damaligen Gründungsmitgliedern zählten:

  • Elke Becker –  Initiatorin des „Stolberger Musiksommers“
  • Dieter Beißel – Dirigent der „Musikalischen Gesellschaft Breinig“
  • Astrid Brammertz –  „Musikalische Gesellschaft Breinig“
  • Heinz Hilgers – SSG Stolberg        Günter Hoven – MGV Büsbach
  • Herbert Merz – Leiter der Musikschule Theo Palm –  Kantor und Pianist
  • Ernst Priegnitz – Evang. Kantorei Stolberg  Klaus Weiß – Kammerchor VHS Stolberg

Das damalige Logo entwarf der Stolberger Maler Fritz Martin.  

 25 Jahre sind seitdem vergangen, und es gibt ihn immer noch – den „Stolberger Musiksommer“ – , auch wenn alle Gründungsmitglieder dem jetzigen Team nicht mehr angehören. Dank sei allen Aktiven, die diesen Geburtstag ermöglicht haben und  dieses ehrenamtliche kulturelle Engagement in Stolberg auch über die Grenzen der Stadt verstärkt etablieren.

Dank gilt den Künstlerinnen und Künstlern, die gerne nach Stolberg kommen.

Dank für Ihre Bereitschaft, uns bei den Gagen entgegen zu kommen.

Dank den Sponsoren, die die hochwertigen Konzerte ermöglichen und natürlich Dank unserem Publikum, das uns immer die Treue hält.

Der Stolberger Musiksommer hat sich in den letzten 25 Jahren zu einer beliebten Konzertreihe mit Anspruch und Niveau etablieren können. Der Bekanntheitsgrad nahm stetig zu, weil Solisten, Chöre, Orchester und andere Gruppen nicht nur aus der Region und Nordrhein-Westfalen zu Gast in der Kupferstadt waren, sondern aus Deutschland und dem Ausland die Menschen mit ihrer Musik erfreuten. Freunde klassischer Musik kamen ebenso auf ihre Kosten wie die Menschen, die sich für die leichtere, gehobene Unterhaltungsmusik begeistern. Und auch die Kleinsten fanden an den Kinderkonzerten zunehmend Gefallen. Wir erinnern uns gerne an das Abschlusskonzert 2010 der Kölner „Fun drossjn“ Gruppe, die einen Einblick in die alten traditionellen jiddischen Lieder und Tänze gab, den Klarinettisten Jeremy Hulin, der 2011 mit Jonas Seeberg, Violoncello, und Pianistin Tomoko Yoneyama Beethoven und Brahms auf dem Programm hatte. 2012 war es das Dvorák-Quartett der Hochschule für Musik und Tanz Köln, das den Bogen von der Wiener Klassik des 18. über die Spätromantik des 19. bis hin zur russischen Musik des 20. Jahrhunderts nach dem II. Weltkrieg spannte. Glanzlichter des italienischen und englischen Barocks bot das Ensemble „Capella Aquisgrana“ im September 2013, und dies auf alten historischen Instrumenten wie der Barockmandoline, -gitarre, Vihuela und den Traversflöten. Im Jahr 2014 war es Felix Janosa, der preisgekrönte Kabarettist und Schöpfer der beliebten Kinderreihe „Ritter Rost“, der im Rittersaal sein Programm „In der Hitfabrik“ vorstellte. Nicht zuletzt soll Ralph Leinen genannt werden, der Filmmusiken auf der Orgel in St. Lucia intonierte sowie alte Stummfilme mit eigenen Orgel-Improvisationen in der Finkenbergkirche präsentierte.

Interessant ist, dass der Eintrittspreis in all den Jahren nahezu konstant geblieben ist. Neu war dann bald, dass der Eintritt für das Kinderkonzert ab 2011 frei ist. Zu Gast für Jung und Alt waren in Folge das Kinderorchester der Musikschule Aachen und die Stolberger Kirchenspatzen, die mit „Noah unter der großen Flut“ und Liedern von „Pippi Langstrumpf“ und „Jim Knopf  die Gäste in St. Mariä Himmelfahrt erfreuten. Das IndeMusikOrchester unter Leitung von Vladimir Bayer spielte ebenso für die jungen Zuhörer wie das Holzbläserensemble der „Sing- und Spielgemeinschaft“. Als Kinderchöre sangen zuletzt „Kimundi“ und der „Kinder- und Jugendchor St. Katharina“, Aachen-Forst.

Seit 2007 gibt es zum Stolberger Musiksommer jeweils ein Benefizkonzert im März. Hier musizieren „Stolberger für Stolberger“. Es ist erstaunlich, wie viele engagierte Hobby- und Profimusiker auch nach mehr als zehn Jahren immer noch in Stolberg zu finden sind, die hier gerne mitwirken. Der Erlös von mehr als 22 Tausend Euro kam vielen sozialen Zwecken zugute.

Seit dem letzten Jahr bereichern die Preisträger des „Euregio Piano Award“ – eine Kooperation mit Florian Koltun – unsere Konzerte. In diesem Jahr wird das „Klassik-Festival-Stolberg“, dessen künstlerische Leitung Patricia Buzari innehat, unter dem Dach des „Stolberger Musiksommers“ geführt.

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,
wir freuen uns in diesem Jahr, Sie mit einem Programm unter dem Titel „Best of….“ erfreuen zu können. Klassische und moderne Musik, die im vergangenen Vierteljahrhundert in Stolberg auf viele begeisterte Zuhörer gestoßen ist, bestimmen das Programm, das Sie den nächsten Seiten entnehmen können.

Wir freuen uns auf Sie!

Herzlichst Ihr Hartmut Kleis und das Team des Stolberger Musiksommers

Foto: Das Team des Stolberger Musiksommers von links: Peter Meyer, Horst Meuser, Hartmut Kleis, Monika Weishaupt, Peter Verhees und Gunther Antensteiner